Das Dunkle Tagebuch

Fantasien, Bilder der Helden, Fotos mit Texten und Gedanken

Die erste Begegnung

Victoria erzählt.

Ich fragte mich, wie er das anstellen wollte. Ohne Fragen zu stellen und Antworten zu erhalten, genau das zu finden, was mich anmachte, oder nicht zu machen, was mich überforderte.

„Aufstehen!“

Sein Befehl klang distanziert, streng und dennoch klangvoll, ähnlich wie ich es manchmal in Militärfilmen gehört hatte. Ich stand auf und behielt meinen Blick gesenkt.

Nicht lange überlegen, sagte er. Leichter gesagt als getan. Gerade war ich ziemlich aufgeregt und meine Gedanken flatterten wie ein aufgescheuchter Taubenschwarm.

Er fingerte in den Taschen seines etwas merkwürdig aussehenden Lederumhangs, der irgendwie gar nicht zu ihm passen wollte, und ließ Handschellen um meine Handgelenke einrasten. Seine Bewegungen waren routiniert und fast hatte ich es gar nicht gespürt, aber zum Kuckuck! Ich war gefesselt vor all den Leuten! Ich schaute mich besorgt um, aber niemand im Saal schien wirklich Notiz davon zu nehmen.
Liam seufzte, als er meinen unsicheren Blick bemerkte.

Das Dunkle Tagebuch, 1.Band

© 2018 Claus H. Herrländer

Der Held des Romans

Miriam über Liam.

Er ist eine Laune Gottes. Voller Kraft und Selbstbewusstsein.
Intelligent, witzig und fürsorglich. Den Kopf voller verrückter Ideen.
Verspielt, gemein, unberechenbar.

Und dennoch fühle ich mich bei ihm wie im Abrahams Schoß.

Das Dunkle Tagebuch, 1.Band

© 2018 Claus H. Herrländer

Es ziept ...

Victoria hat Besuch in Rotterdam

Mein Herz rast. Ich habe keine Ahnung, was er vorhat.
Aber es ist mir auch egal. Es ziept und ein süßer Schmerz
rast durch meine Nervenbahnen.

Ich habe gelernt. Es ist erst meine dritte Session,
aber ich weiß, dass dieser Schmerz nur ein Signal ist
und dass er sich verwandeln wird. Ich will mehr davon.

Das Dunkle Tagebuch, 2.Band

© 2018 Claus H. Herrländer

Freiheit

Miriams Gedanken. Weshalb hat sie Veranlassung, darüber nachzudenken?

Freiheit. Selbstverständlich und allgegenwärtig. Unvorstellbar, sie nicht zu besitzen.

Wenn du sie eine Zeit lang entbehren musstest, siehst du plötzlich Dinge, an denen du zuvor blind vorbeiliefst.Tausend und Abertausende Wege, die darauf warten, gegangen zu werden und unzählige Tage, die gelebt werden wollen. So, wie du es willst. Mit wem du willst. Und so oft du willst - bis an die Grenze der Endlichkeit.

(aus Das Dunkle Tagebuch, die Entbehrung )

© 2018 Claus H. Herrländer

Outdoor im Winter

Victoria & Jean, aus DDT 4 (?)

Ein heißes Getränk. Und vorher zwei Saunagänge. Dann geht es für ein paar Minuten.
Es werden doch hoffentlich nur ein paar Minuten? Wo bleibt er? Sicherlich holt er
die wärmende Decke. Ja sicherlich. Bald ist er da ...

04.02.2018 - Aufnahme © 2003 Claus H. Herrländer, Stolteraa, Ostsee